Strafrecht

 

Strafverteidigung heißt in erster Linie nicht etwa Schutz vor, sondern Schutz durch den Rechtsstaat. Solide Kenntnis und der fach- und sachgerechte Einsatz der vom Gesetz vorgesehenen Verteidigungsmittel, verbunden mit ebenso kompetentem wie moderatem Auftreten und einer Prise juristischem Gespür und Verhandlungsgeschick ist nach wie vor derjenige Weg, der am ehesten verspricht, den zu Unrecht Beschuldigten vor einer Verurteilung zu bewahren ("Konfliktverteidigung"), wie auch demjenigen, der einer Straftat überführt wurde, zu einem angemessen milden Urteil zu verhelfen ("Strafmaßverteidigung"). Die Bandbreite der verschiedenen Verteidigungsstrategien ist groß, wirklicher Erfolg, also das für den Mandanten bestmögliche Ergebnis ist aber nur erreichbar, wenn die Konfliktverteidigung nicht in eine reine Showveranstaltung ("Krawallverteidigung") auf der einen und die tatsächliche Verständigung ("Deal") nicht in faule Kompromisse auf der anderen Seite umschlagen.

 

Das Strafrecht hat nicht nur eine Seite. Als Rechtsanwalt, der seine in der Berufsordnung definierte Stellung als freies Organ der Rechtspflege ernst nimmt, vertrete ich mit dem gleichen Engagement die Rechte der Opfer von Straftaten. Im Grenzbereich zwischen Straf- und Zivilrecht nimmt die Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche im Strafverfahren als Nebenkläger und im Adhäsionsverfahren eine Sonderstellung ein, die - ganz dem Wiedergutmachungsgedanken folgend - den durch eine Straftat zu Schaden gekommenen einen das Gleichgewicht des Rechts wiederherstellenden Ausgleich ermöglicht. Zudem wirkt sich eine schon im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleiches erfolgte Schadenswiedergutmachung in der Regel auch strafmildernd, so daß insgesamt schon hierdurch ein erster Schritt in Richtung des Gleichgewichtes gemacht werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

letzte Aktualisierung: Donnerstag, 05. Juli 2012 © Rechtsanwalt Joachim Büchau